Impuls für eine persönliche Hausandacht                 

 

 

 

               Eine Andacht zum Palmsonntag für Zuhause                           

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Palmsonntag

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Grenzmomente sind das, unsicher und vage. Erst im Nachhinein deute ich die Zeichen richtig. Der Palmsonntag führt in eine solche Grenzzeit hinein: Die Hände, die eben noch Palmzweige schwingen, sind schon zu Fäusten geballt. Das „Hosianna“ wird zum gellenden „Kreuzige“-Ruf, fröhliche Gesichter erstarren zu Fratzen. Und doch ist es Jesu Tod am Kreuz, der den Menschen Leben bringt. Sein Weg ins Dunkel war ein Weg ins Licht, heute bekennen wir das. Im Geschlagenen, im Verachteten war Gott ganz nah. Nur wenige erkannten das – wie die Frau, die den Todgeweihten wie einen König salbte.1

 

Wochenvers:

Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Joh 3,14b.15)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 117):

1. Jesu, meine Freude, / meines Herzens Weide, / Jesu, wahrer Gott. / Wer will dich schon hören? / Deine Worte stören / den gewohnten Trott. / Du gefährdest Sicherheit. / Du bist Sand im Weltgetriebe. / Du, mit deiner Liebe.

2. Du warst eingemauert. / Du hast überdauert / Lager, Bann und Haft. / Bist nicht tot zu kriegen. / Niemand kann besiegen / deiner Liebe Kraft. / Wer dich foltert und erschlägt, / hofft auf deinen Tod vergebens. / Samenkorn des Lebens.

3. Jesu, Freund der Armen. / Groß ist dein Erbarmen / mit der kranken Welt. / Herrscher gehen unter. / Träumer werden munter, / die dein Wort erhellt. / Und wenn ich ganz unten bin, / weiß ich dich an meiner Seite. / Jesu, meine Freude.

T: Gerhard Schöne 1991 // M: Johann Crüger 1653

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

6 Er, der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus.

7 Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen.

8 Aber er erniedrigte sich noch mehr: Im Gehorsam gegenüber Gott nahm er sogar den Tod auf sich; er starb am Kreuz wie ein Verbrecher.

9 Deshalb hat Gott ihn auch so unvergleichlich hoch erhöht und hat ihm als Ehrentitel den Namen gegeben, der bedeutender ist als jeder andere Name.

10 Und weil Jesus diesen Namen trägt, werden sich einmal alle vor ihm auf die Knie werfen, alle, die im Himmel, auf der Erde und unter der Erde sind.

11 Alle werden anerkennen, dass Jesus Christus der Herr ist, und werden damit Gott, dem Vater, die Ehre geben.

Philipper 2, 6-11 (Neue Genfer Übersetzung)

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 482):

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

(Oberstimme:) Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort") // Dt: Diethard Zils vor 1983

M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

 

Hebräer 11, 1-2 + 12,1-3:

11,1 Was ist denn der Glaube? Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft, ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge. 2 Weil unsere Vorfahren diesen Glauben hatten, stellt Gott ihnen in der Schrift ein gutes Zeugnis aus.

12,1 Wir sind also von einer großen Schar von Zeugen umgeben, deren Leben uns zeigt, dass es durch den Glauben möglich ist, den uns aufgetragenen Kampf zu bestehen. Deshalb wollen auch wir – wie Läufer bei einem Wettkampf – mit aller Ausdauer dem Ziel entgegenlaufen. Wir wollen alles ablegen, was uns beim Laufen hindert, uns von der Sünde trennen, die uns so leicht gefangen nimmt, 2 und unseren Blick auf Jesus richten, den Wegbereiter des Glaubens, der uns ans Ziel vorausgegangen ist. Weil Jesus wusste, welche Freude auf ihn wartete, nahm er den Tod am Kreuz auf sich, und auch die Schande, die damit verbunden war, konnte ihn nicht abschrecken. Deshalb sitzt er jetzt auf dem Thron im Himmel an Gottes rechter Seite.

3 Wenn ihr also in der Gefahr steht, müde zu werden, dann denkt an Jesus! Wie sehr wurde er von sündigen Menschen angefeindet, und wie geduldig hat er alles ertragen! Wenn ihr euch das vor Augen haltet, werdet ihr nicht den Mut verlieren. (Neue Genfer Übersetzung)

 

Ein Hinweis:

Wenn Sie eine Bibel zur Hand haben, dann lesen Sie auch die Verse, die hier nicht abgedruckt sind, nach. Im Hebräerbrief finden Sie im Kapitel 11 eine kleine Galerie der Menschen, die in der biblischen Tradition als besondere Vorbilder für den Glauben bekannt sind. Es ist spannend zu entdecken, was in der Gemeinde der Hebräer, der jüdisch geprägten Christen, an Merkmalen für den gesunden Glauben betont wird, und wie unterschiedlich die Bilder sind, die dort zum Beispiel von Mose gemalt werden und den Bildern, die wir von Mose kennen.

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

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               Eine Andacht zum Sonntag Judika für Zuhause                       

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Judika

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Es ist ein harter Gott und ein blinder Gehorsam, den der Sonntag Judika beschreibt: Ein Gott, der Ungehorsam mit Strafen schlägt und Hiob unverdient in Unglück stürzt. Ein Gott, der Jesus abverlangt, als Opfer in den Tod zu gehen? Dunkel ist dieser Gott und fern. Doch auf der anderen Seite steht Gottes Sohn, der selbst gehorsam ist, der den Menschen dient und ihnen zum Leben verhilft. Auch hinter der dunkelsten Geschichte scheint das durch: Gott will, dass allen Menschen geholfen wird. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“, bekennt Hiob in tiefster Not. Im Vertrauen darauf wird es möglich, sich auf Gott zu verlassen und dem Nächsten zu dienen.1

 

Wochenvers:

Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. (Matthäus 20,28)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 222):

1. Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht, / ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht./ (Refrain:) Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn. / Ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn!

2. Wollen wir Gott bitten, dass auf unsrer Fahrt / Friede unsre Herzen und die Welt bewahrt./

(Refrain:) Kyrie eleison, sieh wohin…

3. Denn die Erde klagt uns an bei Tag und Nacht. / Doch der Himmel sagt uns: Alles ist vollbracht!/ (Refrain:) Kyrie eleison, sieh wohin…

4. Wollen wir Gott loben, leben aus dem Licht. / Streng ist seine Güte, gnädig sein Gericht./ (Refrain:) Kyrie eleison, sieh wohin…

5. Denn die Erde jagt uns auf den Abgrund zu. / Doch der Himmel fragt uns: Warum zweifelst du?/ (Refrain:) Kyrie eleison, sieh wohin…

6. Hart auf deiner Schulter lag das Kreuz, o Herr, / ward zum Baum des Lebens, ist von Früchten schwer./ (Refrain:) Kyrie eleison, sieh wohin…

T: Willem Barnard (Niederlande) 1963 ("Met de boom des levens") // Dt: Jürgen Henkys 1975

M: Ignace de Sutter (Belgien) 196

  • Ich lese den Wochenpsalm

1 Schaffe mir Recht, Gott, / und führe meine Sache wider das treulose Volk und errette mich von den falschen und bösen Leuten!

2 Denn du bist der Gott meiner Stärke: Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drängt?

3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, dass sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung, …

4 dass ich hineingehe zum Altar Gottes, / zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott, auf der Harfe danke, mein Gott.

5 Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.

Psalm 43, 1-5

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 482):

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

(Oberstimme:) Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort") // Dt: Diethard Zils vor 1983

M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.


Hiob 19, 19-27:

19 Alle meine Getreuen verabscheuen mich, und die ich lieb hatte, haben sich gegen mich gewandt. 20 Mein Gebein hängt nur noch an Haut und Fleisch, und nur das nackte Leben brachte ich davon. 21 Erbarmt euch über mich, erbarmt euch, ihr meine Freunde; denn die Hand Gottes hat mich getroffen! 22 Warum verfolgt ihr mich wie Gott und könnt nicht satt werden von meinem Fleisch? 23 Ach dass meine Reden aufgeschrieben würden! Ach dass sie aufgezeichnet würden als Inschrift, 24 mit einem eisernen Griffel und mit Blei für immer in einen Felsen gehauen! 25 Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der Letzte wird er über dem Staub sich erheben. 26 Nachdem meine Haut noch so zerschlagen ist, werde ich doch ohne mein Fleisch Gott sehen. 27 Ich selbst werde ihn sehen, meine Augen werden ihn schauen und kein Fremder. Danach sehnt sich mein Herz in meiner Brust.

(Lutherbibel 2017)

 

Ein Hinweis:

Eine Möglichkeit, dieses Bibelwort zu entdecken, ist die Musik. Im Messias-Oratorium hat Georg Friedrich Händel 1742 das Wort aus Hiob 19,25 mit einer eindrücklichen Melodie verbunden und beim Hören bewegt einen nicht nur die Musik, sondern auch das gesungene Wort hilft beim inneren Nach- und Weiterdenken.

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

 

               Eine Andacht zum Sonntag Laetare für Zuhause                 

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Laetare

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Freut euch – allem Leiden zum Trotz!“

Mitten in der Passionszeit erklingt dieser Ruf am Sonntag Laetare. Freuen – warum? Weil schon im Sterben das Leben inbegriffen ist. Plastisch die Bilder, die Jesus wählt: Nur das Samenkorn, das in die Erde fällt, bringt Frucht. Brot muss verzehrt werden, um stärken zu können. Er selbst ist das Brot für uns, das jetzt schon den Hunger nach Leben stillt. Auch wenn wir nur das Schlimmste sehen: Trost ist ganz nahe. Denn Gottes Zusage gilt: „Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.“1

 

Wochenvers:

"Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht.“ (Johannes 12, 24)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 434):

1. Tut mir auf die schöne Pforte, / führt in Gottes Haus mich ein; / ach wie wird an diesem Orte / meine Seele fröhlich sein! / Hier ist Gottes Angesicht, / hier ist lauter Trost und Licht.

2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, / komme du nun auch zu mir! / Wo du Wohnung hast genommen, / da ist lauter Himmel hier. / Zieh in meinem Herzen ein, / lass es deinen Tempel sein!

3. Lass in Furcht mich vor dich treten, / heilige du Leib und Geist, / dass mein Singen und mein Beten / ein gefällig Opfer heißt. / Heilige du Mund und Ohr, / zieh das Herz zu dir empor!

4. Mache mich zum guten Lande, / wenn dein Saatkorn in mich fällt. / Gib mir Licht in dem Verstande / und, was mir wird vorgestellt, / präge du im Herzen ein, / lass es mir zur Frucht gedeihn!

5. Stärk in mir den schwachen Glauben, / lass dein teures Kleinod mir / nimmer aus dem Herzen rauben; / halte mir dein Wort stets für, / dass es mir zum Leitstern dient / und zum Trost im Herzen grünt.

6. Rede, Herr, so will ich hören, / und dein Wille werd erfüllt; / nichts lass meine Andacht stören, / wenn der Brunn des Lebens quillt; / speise mich mit Himmelsbrot, / tröste mich in aller Not!

T: Benjamin Schmolck 1734 // M: Joachim Neander 1680 / Darmstadt 1698

  • Ich lese den Wochenpsalm

Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaot! Meine Seele verlangt und sehnt sich

nach den Vorhöfen des Herrn;

mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen –

deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen.

Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs!

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh doch an das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.

Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in der Gottlosen Hütten.

Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

Psalm 84,2-13

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 482):

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

(Oberstimme:) Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort") // Dt: Diethard Zils vor 1983

M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort

Johannes 12, 20-24:

20 Unter denen, die zum Fest nach Jerusalem hinaufgezogen waren, um anzubeten, befanden sich auch einige Leute nichtjüdischer Herkunft. 21 Sie wandten sich an Philippus, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und baten ihn: »Herr, wir möchten gern Jesus kennen lernen.«

22 Philippus ging zu Andreas und teilte ihm das mit, worauf Andreas und Philippus zusammen zu Jesus gingen, um es ihm zu sagen. 23 Jesus gab ihnen zur Antwort: »Die Zeit ist gekommen, wo der Menschensohn in seiner Herrlichkeit offenbart wird. 24 Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es ein einzelnes Korn. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. (Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

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               Eine Andacht zum Sonntag Oculi für Zuhause                        

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Oculi

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Der Sonntag Okuli erinnert daran, dass als Christ zu leben viel von Menschen fordert. Der Verrat durch seinen Jünger Judas ist erst der Anfang von Jesu Leidenswegs. Wer Jesus nachfolgen will, muss verzichten lernen, darf nicht zurückschauen. Man lernt im Glauben, nach vorne zu sehen und sich die Augen öffnen zu lassen, für die Dinge vor uns. Wer Gott ernst nimmt, muss Entscheidungen treffen für ein Leben in Liebe und Hingabe. Die Bibel erzählt von Menschen, die Gott bis zum Äußersten gefordert hat: Jeremia, der um Gottes Willen verspottet wird; Elia, der auf der Flucht zu Tode erschöpft ist. Und doch erfahren gerade sie: Gott ist bei mir. Er macht mich stark.1

 

Wochenvers:

"Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.“

(Lukas 9,62)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 218):

1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, / Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt / Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:/

(Refrain:) Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.

2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab, / wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab. / Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?/ (Refrain:)

3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, / unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn – / hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:/ (Refrain:)

T: John Macleod Campbell Crum (England) 1928 ("Now the green blade riseth") // Dt: Jürgen Henkys 1976

M: Aus Frankreich 15. Jh.

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.

Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen.

Preiset mit mir den Herrn und lasst uns miteinander seinen Namen erhöhen!

Als ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.

Die auf ihn sehen, werden strahlen vor Freude, und ihr Angesicht soll nicht schamrot werden.

Als einer im Elend rief, hörte der Herr und half ihm aus allen seinen Nöten.

Der Engel des Herrn lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist. Wohl dem, der auf ihn trauet!

Psalm 34,2-9

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 482):

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

(Oberstimme:) Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

 

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort") // Dt: Diethard Zils vor 1983

M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Epheser 5, 1-2. 8-9:

1 Ihr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen.

2 Geht liebevoll miteinander um, so wie auch Christus euch seine Liebe erwiesen hat. Aus Liebe hat er sein Leben für uns gegeben, und dies war für Gott wie ein wohlriechendes Opfer, an dem er Freude hat. …

8 Früher habt auch ihr in Dunkelheit gelebt; aber heute ist das anders: Weil ihr mit dem Herrn verbunden seid, seid ihr im Licht. Darum lebt nun auch wie Menschen, die zum Licht gehören![1]

9 Ein solches Leben führt zu aufrichtiger Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit.

(Hoffnung für Alle)

Anmerkung zum Text:

Im griechischen Original dieses Textes steht in Vers 1 das Wort imitieren. Dem Vorbild Christi folgt man, indem man nachmacht, was Christus vorgemacht hat. Als eine Imitation Christi in Glaubensdingen zu leben, ist im Verständnis dieses Bibelwortes kein Makel, sondern eine gute Voraussetzung, um auch in schweren Zeiten an diesem Glauben nicht zu verzweifeln.

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

 

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          Eine Andacht zum Sonntag Reminiszere für Zuhause                  

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Reminiszere

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Der Sonntag Reminiszere („Gedenke!“) erinnert daran, dass es nicht selbstverständlich ist, in Frieden und Sicherheit seinen Glauben ausüben zu können und ruft zum Gebet für Menschen auf, die sich Tag für Tag unter Bedrohung ihrer Existenz zu Jesus Christus halten. Was können wir tun? Menschen, die vor der Verfolgung geflohen sind, freundlich bei uns aufnehmen, uns für verfolgte Christen einsetzen und für sie beten, vielleicht an Reminiszere eine Kerze ins Fenster stellen – zum Zeichen, dass sie nicht vergessen sind.1

 

Wochenvers:

"Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

(Römerbrief 5,8)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 567):

1. Damit aus Fremden Freunde werden, / kommst du als Mensch in unsre Zeit. / Du gehst den Weg durch Leid und Armut, / damit die Botschaft uns erreicht.

2. Damit aus Fremden Freunde werden, / gehst du als Bruder durch das Land, / begegnest uns in allen Rassen / und machst die Menschlichkeit bekannt.

3. Damit aus Fremden Freunde werden, / lebst du die Liebe bis zum Tod. / Du zeigst den neuen Weg des Friedens; / das sei uns Auftrag und Gebot.

4. Damit aus Fremden Freunde werden, / schenkst du uns Lebensglück und Brot. / Du willst damit den Menschen helfen, / retten aus aller Hungersnot.

5. Damit aus Fremden Freunde werden, / vertraust du uns die Schöpfung an. / Du formst den Menschen dir zum Bilde, / mit dir er sie bewahren kann.

6. Damit aus Fremden Freunde werden, / gibst du uns deinen Heilgen Geist, / der, trotz der vielen Völker Grenzen, / den Weg zur Einigkeit uns weist.

T: Rolf Schweizer 1982 // M: Rolf Schweizer 1982

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

Nach dir, Herr, verlanget mich. Mein Gott, ich hoffe auf dich;

lass mich nicht zuschanden werden, Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret.

Herr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige!

Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist der Gott, der mir hilft;

täglich harre ich auf dich.

Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.

Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen,

gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit, Herr, um deiner Güte willen!

Der Herr ist gut und gerecht; darum weist er Sündern den Weg.

Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg.

Die Wege des Herrn sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten.

Psalm 25,1.2a.3a.4-10

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 482):

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

(Oberstimme:) Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

 

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort") // Dt: Diethard Zils vor 1983

M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Jesaja 5, 1-7:

1 Wohlan, ich will von meinem lieben Freunde singen, ein Lied von meinem Freund und seinem Weinberg. Mein Freund hatte einen Weinberg auf einer fetten Höhe. 2 Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte. 3 Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas, zwischen mir und meinem Weinberg! 4 Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg, das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht, während ich darauf wartete, dass er gute brächte?

5 Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will! Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde, und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde. 6 Ich will ihn wüst liegen lassen, dass er nicht beschnitten noch gehackt werde, sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen.

7 Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Männer Judas seine Pflanzung, an der sein Herz hing. Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch, auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.

(Luther 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

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              Eine Andacht zum Sonntag Invokavit für Zuhause                    

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Invokavit

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

 

Am Sonntag Invokavit geht es um die Versuchung. Von der Versuchung der Schlange – „Ihr werdet sein wie Gott“ – über Hiob, der auch in Schicksalsschlägen und Krankheit an Gott festhält, und Judas, der nicht widersteht, bis hin zu Jesus, der selbst versucht wird. Das Bekenntnis zu ihm und der Blick in die Heilige Schrift helfen, in der Versuchung zu bestehen und Gott richtig zu dienen: Hungrige zu speisen, Arme zu bekleiden. Und wenn es zu schwer wird? Dann sind hoffentlich – wie bei Hiob – Freunde da, mitzutrauern, zu trösten, zu ermutigen.1

 

Wochenvers:

"Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.“

(1. Johannes 3,8b)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 129):

1. |: Du hast gesagt: „Ich bin der Weg.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir und will dir folgen. / Du bist der rechte Weg.

2. |: Du hast gesagt: „Ich bin die Wahrheit.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, um zu erkennen: / Du, Herr, bist selbst die Wahrheit.

3. |: Du hast gesagt: „Ich bin das Leben.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir mit meiner Schuld. / Du bist das neue Leben.

4. |: Du hast gesagt: „Ich bin das Brot.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir um satt zu werden. / Du bist das wahre Brot.

5. |: Du hast gesagt: „Ich bin die Tür.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, du lässt mich ein. / Du bist die Tür zur Freude.

6. |: Du hast gesagt: „Ich bin der Hirte.“ :| Ich vertraue deinem Wort, / ich komm zu dir, du wirst mich führen. / Du bist der gute Hirte.

Text und Melodie: Bodo Hoppe 1967

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn:

Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest.

Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild.

Denn der Herr ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht.

Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen.

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

dass sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.

»Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen.

Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören;

ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.

Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.«

Psalm 91,1-4.9-12.14-16

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung (EmK-Gesangbuch Nr. 482):

Wir preisen deinen Tod. / Wir glauben, dass du lebst. /

Wir hoffen, dass du kommst zum Heil der Welt.

(Oberstimme:) Komm, o Herr! / Bleib bei uns! / Komm, o Herr, / Leben der Welt!

 

T: Christiane Gaud (Frankreich) vor 1983 ("Tu as connu la mort") // Dt: Diethard Zils vor 1983

M: M und Oberstimme: Michel Wackenheim (Frankreich) vor 1983

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.

Johannesevangelium, Kap. 13, 21-30:


21 Danach erklärte Jesus, bis ins Innerste erschüttert: »Ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten.« 22 Die Jünger sahen sich bestürzt an; sie konnten sich nicht denken, von wem er sprach. 23 Der Jünger, den Jesus besonders liebte, hatte bei Tisch seinen Platz unmittelbar an Jesu Seite. 24 Simon Petrus gab ihm durch ein Zeichen zu verstehen, er solle Jesus fragen, von wem er gesprochen habe. 25 Da lehnte sich jener Jünger so weit zu Jesus hinüber, dass er ihn unauffällig fragen konnte: »Herr, wer ist es?«

26 »Ich werde ein Stück Brot in die Schüssel tauchen«, antwortete Jesus, »und der, dem ich es gebe, der ist es.« Er nahm ein Stück Brot, tauchte es in die Schüssel und gab es Judas, dem Sohn von Simon Iskariot. 27 Sowie Judas das Brotstück genommen hatte, ergriff der Satan Besitz von ihm. Da sagte Jesus zu Judas: »Tu das, was du vorhast, bald!«

28 Keiner von denen, die mit am Tisch waren, verstand, weshalb er das zu ihm sagte. 29 Da Judas die gemeinsame Kasse verwaltete, dachten einige, Jesus habe ihm den Auftrag gegeben, das einzukaufen, was für das Fest nötig war, oder er habe ihn angewiesen, den Armen etwas zu geben. 30 Als Judas das Brot gegessen hatte, ging er sofort hinaus. Es war Nacht.

(Neue Genfer Übersetzung)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

  •  

 

 

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            Eine Andacht zum Sonntag Estomihi für Zuhause                 

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Estomihi

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Am Sonntag Estomihi steht die Nachfolge im Vordergrund. Nicht, wer viele große Worte macht, sondern wer sich für Gerechtigkeit einsetzt und beharrlich liebt, der hat den Ruf in die Nachfolge gehört, dem hat Jesus die Augen geöffnet. Aber zu Jesus zu stehen ist nicht immer leicht. Es bedeutet auch, Nachteile in Kauf zu nehmen, sein Leid zu tragen. Jesu Frage gilt auch uns: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme an seiner Seele Schaden?“1

 

Wochenvers:

"Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn." (Lukas 18,31)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 615):

 

1. Hell strahlt die Sonne, der Tag ist erwacht / und die Vögel, sie singen so fröhlich nach der Nacht. / Licht leuchtet auf und durchflutet die Welt, / die Natur spiegelt Glanz und das Dunkel ist erhellt./ (Refrain:) Herr, ich lobe dich, / denn du erwärmst auch mich; / dein Licht ist für mich da. / Halleluja.

2. Trübe und schwer ziehn die Wolken dahin, / der Asphalt scheint so schwarz und die grauen Nebel ziehn. / Ich singe laut von der Sonne des Herrn, / die trotz Wolken mir scheint, die trotz Nebel mir nicht fern./ (Refrain:)

3. Ob ich Gott fühle und spür seine Kraft / oder fehlt mir der Mut und die Kraft in mir erschlafft: / Gott ist bei mir, auch wenn ich ihn nicht seh, / wenn die Freude mir fehlt, ich durch Dunkelheiten geh./ (Refrain:)

T: Peter Strauch 1974 // M: Peter Strauch

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

Herr, auf dich traue ich, lass mich nimmermehr zuschanden werden, errette mich durch deine Gerechtigkeit!

Neige deine Ohren zu mir, hilf mir eilends! Sei mir ein starker Fels und eine Burg,

dass du mir helfest!

Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen.

Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir heimlich stellten;

denn du bist meine Stärke.

In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Ich freue mich und bin fröhlich über deine Güte, dass du mein Elend ansiehst

und nimmst dich meiner an in Not

und übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.

Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott!

Meine Zeit steht in deinen Händen.

Lass leuchten dein Antlitz über deinem Knecht; hilf mir durch deine Güte!

Seid getrost und unverzagt alle, die ihr des Herrn harret!

Psalm 31,2-6.8-9.15-16a.17.25

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung:

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. /

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 // Dt: Gitta Leuschner 1980 // M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976

Gesangbuch der EmK: Nr. 23

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.


Jesaja 58, 2-9a:


2 So spricht der Herr: „Sie suchen mich täglich und wollen gerne meine Wege wissen, als wären sie ein Volk, das die Gerechtigkeit schon getan und das Recht seines Gottes nicht verlassen hätte. Sie fordern von mir Recht, sie wollen, dass Gott ihnen nahe sei. 3 »Warum fasten wir und du siehst es nicht an? Warum kasteien wir unseren Leib und du willst's nicht wissen?« Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter.

4 Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein. Ihr sollt nicht so fasten, wie ihr jetzt tut, wenn eure Stimme in der Höhe gehört werden soll. 5 Soll das ein Fasten sein, an dem ich Gefallen habe, ein Tag, an dem man sich kasteit oder seinen Kopf hängen lässt wie Schilf und in Sack und Asche sich bettet? Wollt ihr das ein Fasten nennen und einen Tag, an dem der HERR Wohlgefallen hat?

6 Ist nicht das ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! 7 Heißt das nicht: Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!

8 Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten, und deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deinen Zug beschließen. 9 Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich. (Luther 2017)

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.


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            Eine Andacht zum Sonntag Sexagesimae für Zuhause               

 

Die Texte sind als Vorschlag zu verstehen und man darf Gebete, Texte oder Lieder ergänzen oder auch weglassen.

 

  • Ich zünde eine Kerze an und lade Christus ein:

Christus, sei mit Deinem Geist in dieser Zeit der Andacht und des Betens.

Amen.

 

  • Ich mache mir die Bedeutung des Sonntags Sexagesimae

im kirchlichen Jahreskreis bewusst und lese den Wochenvers:

Das Wort Gottes und seine Wirkung stehen im Zentrum des Sonntags Sexagesimae. Manchmal ist es scharf, schmerzhaft und trennend wie ein Schwert, dann wieder scheint es nicht zu wirken, setzt sich aber fest und wächst im Stillen. Gott streut die Botschaft seiner Liebe großzügig aus. Auch wenn wir sie ignorieren: Sie gilt uns. Es liegt an uns, damit ernst zu machen. Doch eins ist sicher: Ohne Wirkung bleibt die gute Nachricht nicht. Wie bei Lydia, die, von Gottes Wort angefacht, zur ersten Christin Europas wurde.1

 

Wochenvers:

"Heute, wenn ihr seine Stimme hört, so verstockt eure Herzen nicht." (Hebr 3,15)

  • Ich halte einen Augenblick Stille und lasse die Worte innerlich nachklingen.

  • Ein Lied zum Sonntag (EmK-Gesangbuch Nr. 552):

1. „Ich, der Meer und Himmel schuf, / hörte meines Volkes Ruf. / Die aus Knechtschaft zu mir schrein, / will ich befrein. / Ich, der Mond und Stern' gemacht, / sende Licht in ihre Nacht. / Wer will Friedensbote sein? / Wer ist bereit?“/ (Refrain:) Ich bin hier, Herr. / Meinst du mich, Herr? / Deinen Ruf vernahm ich in der Nacht. / Ich will gehn, Herr. / Führe du mich! / Leg dein Volk mir tief in Herz und Sinn!

2. „Ich, der Herr von Sturm und Schnee, / trug des Volkes Leid und Weh, / habe oft um sie geweint. / Sie sind verirrt. / Ich zerbrech ihr Herz aus Stein, / pflanze Liebe in sie ein, / will sie rufen durch mein Wort. / Wer ist bereit?“/ (Refrain:)

3. „Ich, der Feuer lenkt und Wind, / sorg für die, die elend sind, / lade sie zu meinem Fest / und rette sie. / Ich schenk ihnen gutes Brot, / dass kein Hunger sie bedroht, / geb mein Leben für sie hin. / Wer ist bereit?“/ (Refrain:)

T+M: Daniel L. Schutte (USA) 1981 ("I, the Lord of sea and sky") // Dt: Annegret und Walter Klaiber 1999

 

  • Ich lese den Wochenpsalm

(Wenn Sie zu zweit die Andacht feiern, können die Verse jeweils abwechselnd gelesen werden):

 

Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.

Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich?

Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend.

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Erhalte mich durch dein Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.

Stärke mich, dass ich gerettet werde, so will ich stets Freude haben an deinen Geboten.

Psalm 119, 92.105.116-117

 

  • Ich antworte mit einem Lobvers auf die Lesung:

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen / und ich will erzählen von all seinen Wundern / und singen seinem Namen. /

Ich lobe meinen Gott von ganzem Herzen, / ich freue mich und bin fröhlich, Herr, in dir. / Halleluja!

T: Nach Psalm 9,2-3 // Dt: Gitta Leuschner 1980 // M: Claude Fraysse (Frankreich) 1976

Gesangbuch der EmK: Nr. 23

 

  • Ich nehme mir Zeit für das Bibelwort.


Lukas 8, 4-8:

4Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis: 5Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen’s auf. 6Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten’s. 8Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! (Luther 2017)

 

Impulse zum Bibeltext:

 

Jesus nahm Geschichten aus dem Lebensalltag und erklärte ohne viele Worte, wie Gottes neue Welt, das Himmelreich aussieht und worauf es in dieser anderen Welt ankommt. Heute würde Jesus vielleicht die moderne Werbeindustrie als Beispeil wählen: Fachleute sagen, das 50% der Videospots und Werbeflyer wirken, man weiß nur nicht, welche Hälfte umsonst investiert ist und welcher Teil etwas bei andern bewirkt.

Der Samen des Wortes Gottes und die Botschaft vom Himmelreich finden bei einigen keinen guten Nährboden und bei anderen wird die gute Nachricht von anderen attraktiven Dingen aufgefressen. Menschen bekommen mit ihrem Glauben zu wenig weiterführende Unterstützung und Hilfe und die innere Überzeugung verdorrt oder wird von anderen Aufgaben überwuchert und erstickt.

 

Doch es bleibt am Ende genug Saat, dass die neue Welt Gottes wächst und gute Frucht bringt. Wo wächst für Sie diese gute Frucht des ausgesäten Gotteswortes?

 

  • Ich bete und spreche das Vater Unser.

  • Ich bitte Christus um den Segen für diesen Tag und die neue Woche.

  • Ich lösche die Kerze.

 

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Jahreslosung 2021 - Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. | . Lukas 6, 36